Badespaß statt Algenfrust

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So finden Sie badetaugliche Gewässer.

Alljährlich nimmt die Stiftung Warentest pünktlich zur Badesaison die Gewässer in Deutschland und Drumherum unter die Lupe. Auch in diesem Jahr haben die Warentester erneut 400 Seen, Flüsse und Strände auf die Wasserqualität hin untersucht – und fast überall können Sie ohne Bedenken ins kühle Nass. Doch die Badestellen-Ratschläge gelten nicht uneingeschränkt: Aus sauberem Wasser kann gerade bei großer Hitze oder vielen Besuchern schnell eine echte Dreckbrühe werden. Deswegen sollten Sie auch Ihr eigenes Wassertester-Auge schulen – am besten mit Unterstützung von Verbrauchertipp.de.

Erst einmal ein wichtiger Hinweis: Die Warentester untersuchen bei ihrer turnusmäßigen Qualitätskontrolle ausschließlich ausgewiesene Badeseen. Der versteckte Kiesteich um die Ecke ist nicht zwangsläufig in der Statistik erfasst – zumal für viele halboffizielle Gewässer ein deutliches Badeverbot gilt. Doch selbst an den registrierten und für gut befundenen Seen und Stränden kann die Wasserqualität schnell kippen: Die Kombination aus bei zu vielen Badegästen, großer Hitze und kräftiger Sonneneinstrahlung begünstigt nicht selten das Wachstum von Algen und Bakterien. Und schon ist das Badevergnügen getrübt – im wahrsten Sinne des Wortes.

Als Faustregel für sauberes Wasser gilt seit jeher: Ist das Wasser trübe oder riecht faulig, sollten Sie die Badehose besser wieder einpacken. Ebenfalls eine wichtige Probe: Wenn Sie bis zu den Knien im Wasser stehen und bereits dort Ihre Füße nicht mehr sehen können, sollten Sie sich besser anderswo abkühlen. Denn Algenbefall sieht nicht nur unschön aus, sondern kann obendrein auch gesundheitliches Risiko sein: Nicht wenige Menschen reagieren auf bestimmte Algenarten allergisch – ob Sie dazugehören, probieren Sie besser erst gar nicht aus. Gesundheitlich richtig gefährlich sind indes bestimmte Bakteriensorten, die sich besonders in warmem, brackigem Wasser wohl fühlen.

Sie selbst können auch dafür Sorge tragen, dass der Badespaß noch viele Wochen erhalten bleibt. Zum Beispiel, indem Sie Ihre Abfälle immer im Mülleimer deponieren, die Toiletten am See – und nicht den See selbst! -benutzen und keine Vögel und Fische füttern. Deren Ausscheidungen sind nämlich echter Dünger für die fiesen Algen.

 

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