Der kleine Leitfaden für angehende Weinkenner

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Edler Tropfen oder billiger Fusel?

Spätlese, Kabinett und Auslese – alles wohlklingende Begriffe. Doch was steckt eigentlich dahinter? Verbrauchertipp.de paukt mit Ihnen den Wortschatz der Weinkenner – und verrät Ihnen, worauf Sie beim Weingenuss achten müssen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Von den weltweit rund 16 000 Rebsorten sind in Deutschland gerade einmal 56 zugelassen. Und trotz dieser vergleichsweise geringen Anzahl will gut bedacht sein, welcher Wein zu welchem Essen getrunken wird. Dazu gibt es eine Grundregel: die des bewussten Schmeckens.  Das Aroma einer Speise entscheidet darüber, welcher Wein geeignet ist – und nicht etwa die Farbe des Essens. Meistens ist in den Köpfen noch die alte Weisheit fest verankert, zu weißem Fleisch gehöre weißer Wein. Vergessen Sie’s! Denn: Manche Soßen sind gegenüber Säure sehr empfindlich, so zum Beispiel braune, dicke, kräftige Soßen. Hier wählen Sie am besten einen Rotwein; außer, es gibt Sauberbraten, dazu trinkt man entgegen der Faustregel einen Weißen. Zur Pasta mit Tomate gehört hingegen ebenfalls ein Roter und zur Pizza freilich auch. Zu Fisch und Spargel bietet sich hingegen ein weißer Wein an, weil das eigentliche Aroma des Essens gering ist und vom Weißwein prima unterstützt wird.

Doch das ist noch längst nicht alles, schließlich hat Wein nicht nur verschiedene Farben, sondern auch verschiedene Aromen. Deswegen folgende Faustregel: Ist das Gericht scharf oder salzig, tischen Sie einen süßlichen Wein auf. Ein frischer, junger Wein empfiehlt sich bei fruchtigen Speisen. Und ein säurereicher Wein, wie der Riesling einer ist, passt am besten zu saurem Essen.

Damit Sie den Wein aber nicht nur passend zum Essen, sondern auch passend zum Anlass wählen können, gibt es folgende Bezeichnungen, die etwas über die Qualität eines Weines verraten. Grundsätzlich gilt: Je höher der Grad Oechsle, das Mostgewicht ist, desto höherwertiger der Wein. Der einfachste Wein ist der Tafelwein, gefolgt vom Landwein. Ferner erstreckt sich die Weinhierarchie vom günstigen Kabinett über die Spätlese bis hin zur Auslese. Auch das Anbaugebiet des Weines entscheidet maßgeblich über die Qualität – doch näher darüber zu berichten, würde den Rahmen sprengen. Da bleibt nur das, womit auch die meisten echten Kenner ihre Karriere gestartet haben: ein Weinseminar!

 

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