Mit Rürup in die Rente
… oder doch besser mit Riester? Zwei Rentenmodelle im Vergleich.
Quizfrage: Wie groß ist der Unterschied zwischen Rürup-Rente und Riester-Rente? Nein, es ist nicht allein der Name. Der Unterschied zwischen Riester und Rürup ist in etwa so groß wie der zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung. Die nach dem Ökonomen Bert Rürup benannte Altersvorsorge ist – vereinfacht gesagt – die private Variante der gesetzlichen Riester-Rente.
Ab dem 60. Lebensjahr kann Sie ausgezahlt werden: regelmäßig, lebenslang. Im Gegensatz zum Riester-Modell dürfen die Versicherer den Betrag nicht auf einmal auszahlen. Er muss – wie eine klassische gesetzliche Rente – monatlich in gleichen Portionen überwiesen werden. Auch gibt’s für die Rürup-Variante keine staatlichen Zuschüsse – dafür satte Steuervorteile. In diesem Jahr können Altersvorsorger 12.000 Euro absetzen, 2025 sogar 20.000 Euro.
Damit ist die Rürup-Rente vor allem für Vermögende – insbesondere solche, die unternehmerisch tätig sind – interessant. Sie haben mit dem Modell erstmals die Möglichkeit, staatlich gefördert fürs Alter vorzusorgen. Während Arbeitnehmer monatlich Beiträge in die Rentenversicherung einbezahlen müssen, können Selbstständige den kompletten Freibetrag für die Rürup-Angebote der Versicherer und Banken einsetzen. Ein echter Vorteil!
Arbeiter und Angestellte hingegen sind mit einer Kombination aus betrieblicher Vorsorge und Riester-Rente meist besser bedient. Wer jedoch als Arbeitnehmer überdurchschnittlich gut verdient, kann sich möglicherweise mit der Rürup-Rente noch besser fürs Alter absichern.
