So funktioniert Handy-Fernsehen in der Praxis

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Weltmeisterschaft unterwegs.

Die gute Nachricht: Fernseh-Handys werden immer komfortabler. Die schlechte Nachricht: Wirklich serientauglich ist fernsehen übers Mobiltelefon noch immer nicht. Auf der Cebiet haben die Hersteller versprochen, den TV-Handys bis zur Fußball-WM zur Marktreife zu verhelfen. Verbrauchertipp.de prüft, ob die Telekommunikationsriesen das Versprechen auch wirklich einlösen können.

Klar, Fernseh-Handys gibt es schon eine ganze Menge. Das große Problem aber ist nicht die Technik, sondern der Sendestandard. Das UMTS-Format hat sich in Feldversuchen als denkbar ungeeignet für den mobilen Fernsehempfang erwiesen, eine wirklich probate Ersatzlösung ist allerdings auch noch nicht in Sicht. Denn: Das DVB-H-Format ist zwar einer der vielversprechendsten Sendestandards, bis zur flächendeckenden Einführung werden allerdings noch gut vier Jahre vergehen. Denn: Erst 2010 werden wieder Frequenzen im großen Stil frei, die DVB-H dringend zum Senden benötigt. Für WM-Gucker ist das etwas zu spät.

Die gute Nachricht: Hersteller wie Samsung und LG legen pünktlich zur Weltmeisterschaft mit DMB einen eigenen Standard auf. Zumindest an den Spielorten des Fifa-Cups wollen sie gemeinsam mit Partner T-Mobile die Fußballduelle ausstrahlen. Als Dauerlösung taugt jedoch auch DMB nicht, denn: Die TV-Handys, die dieses System unterstützen, sind echte Stromfresser. Im schlechtesten Fall überdauern Sie nicht einmal ein Finalspiel mit Verlängerung.

Unser Tipp: Warten Sie mit der Anschaffung eines Handys mit TV-Vertrag, bis klar ist, welche Standards am praxistauglichsten sind. Und behalten Sie eines stets im Hinterkopf: Ab 2007 wird Handy-TV gebührenpflichtig – dann müssen Sie auch für Ihren mobilen Begleiter GEZ-Gebühren zahlen.

 

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