Warum Günstig-Vorwahlen richtig Geld kosten können
Bedeutet billig wirklich billig?
Zwar sind Telefonflatrates unaufhaltsam auf dem Vormarsch, wer aber ohne sie günstig telefonieren will, kommt um Billigvorwahlen nicht herum. Zumal Handygespräche und Auslandstelefonate ja ohnehin meist nicht von der Grundgebühr abgedeckt werden. Doch Billigvorwahl bedeutet nicht automatisch Günstigtelefonieren. Verbrauchertipp.de erklärt, worauf Sie achten müssen, wenn Sie eine Billigvorwahl wählen.
In Tageszeitungen und im Internet sowieso findet man Sie: Listen von Vorwahlen, mit denen es sich günstig aufs Handy, ins Ausland oder ins deutsche Festnetz telefonieren lässt. Während unerfahrene Nutzer die Entscheidung einfach nach der Minutengebühr fällen, wissen Verbrauchertipp.de-Leser, dass der Einheitenpreis beileibe nicht das einzige Kriterium ist. Nicht zu unterschätzen ist zum Beispiel die Einwahlgebühr, die einige Anbieter verlangen. Ein Rechenbeispiel macht das deutlich: Anbieter A verlangt 1,7 Cent ohne Einwahlkosten, Anbieter B nur 1,2 Cent, dafür aber 6 Cent Einwahlgebühr. Wer also fünf Minuten telefoniert, zahlt beim vermeintlich günstigeren Anbieter B 12 Cent, beim Anbieter A aber lediglich 8,5 Cent. Erst bei längeren Gesprächen wird B wieder billiger als A. Auch ärgerlich: Wenn beim Gesprächspartner besetzt ist, wird die Einwahlgebühr jedes Mal aufs Neue fällig.
Ein weiterer Trick, auf den unbedarfte Schnäppchenjäger gern hereinfallen: die Sache mit der Taktung. Nicht jeder Anbieter rechnet im Minutentakt ab; einige Provider berechnen Ihnen automatisch 5 Minuten, obwohl Sie lediglich zwei telefoniert haben. Auch hier hilft die Rechenprobe weiter. Wenn Sie nur ein kurzes Gespräch führen wollen, das deutlich unter der Taktung des anderen Tarifs liegt, sind Sie vermutlich mit einer teureren Billignummer, die jedoch im Minutentakt abgerechnet wird, deutlich besser beraten.
Weiterführende Links:
- www.detektive.com (Dedektei Hamburg)
