Wie genau sollte jeder Urlauber bei einem plötzlichen Unfall handeln?

Geschrieben von Redaktion in Urlaub | Be the First to Comment

Auch im Urlaub ist schnell ein Unfall passiert. Und dann stehen viele Menschen erst einmal ratlos da. Denn wenn schon nicht alle wissen, wie sie sich in Deutschland bei einem Unfall zu verhalten haben, wissen es viele im Ausland erst recht nicht.

Wer übernimmt anfallende Kosten?

Hat es einen Unfall gegeben, ist es wichtig zuerst den Unfallort zu sichern, wie es in Deutschland auch Pflicht ist. Dann muss die Polizei kontaktiert werden. Die Nummer 112 ist in der gesamten Eurozone gültig. Ohne polizeiliches Gutachten schließen viele Versicherungen einen Schadensausgleich sogar aus. Auch im Ausland ist es grundsätzlich immer so, dass der Verursacher eines Schadens zu zahlen hat. Es gibt aber auch Länder, in denen dem Unfallgegner eine Mitschuld eingeräumt werden kann. Im Falle einer Erkrankung gilt es zunächst die Ursache einwandfrei festzustellen. Das kann auch im Nachhinein in Deutschland getan werden. Ist ein Schuldiger dafür in einem anderen Land gefunden worden, so gelten die dortigen Regeln, auch wenn die Anklage von Deutschland aus geführt wird. Wer länger verreisen möchte, sollte sich daher mit besonderen Reiseversicherungen absichern, die für solche Fälle vorsorgen.

In Kraft treten der Versicherung?

Die Seite http://www.reiseruecktrittsversicherung.com/ratgeber/ liefert einen guten Überblick darüber, welche Versicherungen besonders sinnvoll sind und welche nur unter bestimmten Voraussetzungen. Fast allen Reiseversicherungen ist aber gemein, dass der Schadensfall auch rückwirkend zur Anzeige gebracht werden kann. Es sollte aber immer innerhalb von zwei Wochen nach Eintritt des Schadens erfolgen. Die Anzeige kann telefonisch erfolgen, sollte aber später noch schriftlich ergänzt werden, um Beweiskraft zu besitzen.
Wie bereits erwähnt, ist es bei einem Unfall gut, eine polizeiliche Untersuchung zur Hand zu haben, oder ein ärztliches Attest bei einer Erkrankung. Hat der Versicherte nachweislich keine Mitschuld an dem Geschehen, so ist die Versicherung des Unfallverursachers im Zugzwang. Es gibt allerdings keinen länderübergreifenden Satz, bis wann eine Schadenszahlung erfolgen muss. Hier können sich nur die Versicherungen untereinander absprechen.

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