Worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich für Onlinebanking entscheiden.

Geschrieben von Redaktion in Banken und Finanzen, Internet und PC | Kommentare sind deaktiviert für diesen Artikel

Mit PIN und TAN gegen Cyber-Gangster.

Sicher kennen Sie diese E-Mails auch: “Sicherheitshinweis an die Kundinnen der Deutschen Bank.” Doch hinter solchen Schreiben verbirgt sich kein besorgter Kundendienst, sondern gefährliche Kriminelle, die an Ihr Erspartes wollen. Denn von den vielen Millionen Euro, die täglich über die Datenleitungen fließen, möchten sich Cyber-Gangster nur allzu gerne etwas abzweigen.

Den Siegeszug des Online-Bankings können die Internet-Gauner dennoch nicht aufhalten. Die Vorteile der Technik liegen auf der Hand: Bankgeschäfte übers World Wide Web können Sie jederzeit tätigen und Ihre Girokonten mit einem Mausklick überprüfen; Transaktionen sind meist schneller abgewickelt als per Papier-Überweisung. Und natürlich ist Online-Banking auch wesentlich billiger: Kosten für eine Überweisung fallen hier nicht an. Ihre Online-Bankgeschäfte tätigen Sie entweder über den WWW-Browser – zum Beispiel den Microsoft Internet Explorer – oder über eine so genannte Clientsoftware: Mit einem solchen Programm bereiten Sie die Transaktionen offline vor und stellen erst zur Übertragung der Daueraufträge oder Überweisungen die Verbindung mit dem Internet her.

Doch bevor das Geld auf Wanderschaft geht, müssen Sie ihm mit einer digitalen Unterschrift die Erlaubnis dazu geben. Hierzu haben sich in Deutschland mittlerweile mehrere Verfahren etabliert. Am bekanntesten ist das PIN-TAN-Verfahren. Mit der PIN-Nummer loggen Sie sich in Ihr Konto ein, mit einer beliebigen TAN-Nummer geben Sie die Zahlung frei. Doch weil sich durch so genannte Phishing-Attacken leicht TANs und PINs stehlen lassen, haben die Banken das Verfahren verbessert. Die Volkswagen-Bank etwa bietet ein mobiles TAN-System an. Wenn Sie eine Überweisung bestätigen wollen, empfangen Sie über ein Schlüsselanhänger-großes Gerät eine TAN. Diese ist für gerade einmal 10 Sekunden gültig – zum sofortigen Eintragen reicht’s, für einen Online-Betrüger hingegen ist die Zeit viel zu knapp. Die Postbank hat ihre TAN-Listen neuerdings durchnummeriert. Sie können nicht mehr mit einer beliebigen Nummer die Zahlung freigeben, sondern müssen eine passende aus der Liste wählen. I-TAN nennt sich das – steht für “indizierte Transaktionsnummern”. Wichtig: Entscheiden Sie sich nicht für ein einfaches PIN-TAN-Verfahren, sondern nutzen Sie nach Möglichkeit immer M-TAN oder I-TAN. Das schützt sie zwar nicht hundertprozentig vor Cyber-Dieben, ist aber weitaus sicherer als das Standardverfahren. Wer seine Bankgeschäfte online tätigt, sollte zudem eine Firewall-Software und einen aktuellen Virenscanner installiert haben. Ihre Bank hat ja schließlich auch einen Wachmann im Foyer stehen …

 

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